von Monika Jäckel, anlässlich des 75. Vereinsjubiläums
Der DRK Ortsverein Limbach - Dorf e.V. hat im Jahr 2006 den „Schulpavillion“ von der Gemeinde Schmelz in Erbbaupacht übernommen. Fast 75 Jahre nachdem unter dem Leitgedanken „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut“, 1933 einige Männer aus Limbach eine Ortsgruppe des „Deutschen Roten Kreuzes“ gegründet hatten, können wir nun stolz berichten, dass wir ein „DRK-Haus“ haben. Wir möchten daher an dieser Stelle eine kurze Zeitreise durch unsere fast 75jährige Vereinsgeschichte anbieten.
Trotz intensiver Nachforschungen konnten wir aus der damaligen Zeit keine Unterlagen mehr finden, um lückenlos festzustellen, welche Männer zu den Gründern der Ortsgruppe gehörten. Einige Personen sind uns dennoch bekannt: Josef Fellinger, Josef Metzen, Peter Blug, Michel Endres und Johann Graf.
Während des 2. Weltkrieges waren fast alle Helfer bei der Wehrmacht. Unter dem Nazi-Regime hatten einige Ortsvereine sehr zu leiden. Die Vereinsarbeit kam fast überall zum erliegen. Auch in Limbach war keine aktive Arbeit mehr möglich. Nach Kriegsende wurde die Organisation durch die Besatzungsmacht verboten. Durch die Initiative des Herrn Nikolaus Klein und Josef Metzen wurde später die Rot-Kreuz-Arbeit in Limbach wieder belebt. Am 25. November 1951 wurde im Nebenzimmer des Gasthauses Michel Becker, unter Anwesenheit des Kreisschatzmeisters des Saarländischen Rotes Kreuzes und einigen Interessenten, die Neugründung des Sanitäts-Hilfsdienstes vollzogen.
Insgesamt 15 Mitglieder konnten mit Hilfe einer Sammlung, die auf dem Amt in Schmelz durchgeführt wurde mit 1500 Franken Startkapital die Vereinsarbeit wiederaufnehmen. Ludwig Kiefer leitete als Ausbilder die Lehrgänge in „Erster Hilfe“. Durch gute Vereinsarbeit erhöhte sich nach einigen Jahren die Mitgliederzahl auf über 100. Durch einen Beschluss des Gemeinderates aus 1956 konnten wir dann im Jahr 1960 – als das neu erbaute Feuerwehrgerätehaus nutzbar wurde – zusammen mit der Feuerwehr diese Räumlichkeiten nutzen. So wurden alle Lehrgänge, Übungen und Versammlungen von diesem Zeitpunkt an in diesem Gebäude abgehalten.
Im Jahr 1968 nahm durch Unterstützung der Gemeinde der DRK Ortsverein Limbach - Dorf einen Bereitschaftswagen in Betrieb. Dies war im Kreisverband Saarlouis bis dahin einmalig, dass ein Ortsverein in Eigeninitiative ein solches Projekt durchführte. Die Enge und baulichen Widrigkeiten im „alten Feuerwehrgerätehaus“ machten es nötig, einen Antrag an die Gemeinde für neue Räumlichkeiten zu stellen. Dies hatte zur Folge, dass wir 1982 im Pavillion der „alten Schule“ einen Kellerraum und einen kleinen Abstellraum erhielten. Diese Räume wurden in Eigenleistung so hergerichtet, dass wir danach unsere Vereinsarbeit hier leisten konnten. 1983 feierten wir dann vom 17. bis 19. Juni unser 50-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass formulierte unser damaliger Pastor Leo Schommer: Wenn man „Rotes Kreuz“ sagt, dann versteht man darunter ehrenamtlichen Einsatz für andere in der Gesundheitsfürsorge, bei Unfällen, in der Betreuung von Behinderten und Alten. Diese Deutung bezeichnet ganz konkret die Änderung die sich bis dahin in der Arbeit des DRK vollzogen hatte. War in den Anfängen hauptsächlich der Sanitätsdienst bei Unfällen und Veranstaltungen wichtig, so hat sich diese Arbeit durch die professionelle Organisation des Rettungswesens mehr auf die soziale Schiene verlagert. Diesen Veränderungen hat sich unser Verein angepasst. Seit 1977 wird im DRK Limbach - Dorf Sozialarbeit geleistet.
Für die vielen Ausbildungsstunden haben sich die Ansprüche an den Schulungsraum geändert und der bis zum Jahr 2000 genutzte Kellerraum im Schulpavillion entsprach diesen Anforderungen nicht mehr. Im Mai 2000 erfüllte sich unser Wunsch nach neuen Räumlichkeiten: Im Pavillion der Alten Schule wurde ein Schulraum frei, den wir nach vielen Stunden des Renovierens durch Pastor Paul-Werner Foxius einsegnen lassen konnten.
Wenn wir im nächsten Jahr auf die 75-jährige Vereinsarbeit zurückblicken, können wir also eine sehr positive Bilanz ziehen: Was unser Gründer Henry Dunant vor 120 Jahren begonnen hat, haben wir übernommen, ausgebaut und den heutigen Bedürfnissen angepasst. Wir waren und sind immer bemüht, menschliches Leid zu lindern und Menschen in Not zu helfen. Den Verletzten und Kranken galt unsere Erste Hilfe, den Behinderten und Einsamen unser Trost und Mitgefühl, den Angehörigen von Pflegebedürftigen stehen wir mit Rat und Tat zur Seite. Viel Mut und Uneigennützigkeit wird dabei von unseren Helferinnen und Helfern verlangt.
Für diesen Dienst am Mitmenschen sagen wir allen „Danke“ und ein herzliches „Vergelt’s Gott“.
Damit diese christlichen Dienste am Mitmenschen weiterhin in Dorf und Limbach geleistet werden können, sollten auch Sie, liebe Leserinnen und Leser sich angesprochen fühlen, diese Arbeit aktiv zu unterstützen. Ob im Sanitätsdienst, in der Sozialarbeit oder bei der Jugend!
Es gibt viele Möglichkeiten sich bei uns im Verein zu engagieren! Sprechen Sie uns an und helfen Sie zu helfen nach dem Motto: „Allezeit hilfsbereit“.

